Johann Weilsteiner


Johann kommt vorwiegend in Feloidea 1 vor, wird im zweiten Teil allerdings sehr oft erwähnt.

Seine Familie gilt als unangefochtene 'Könige' unter den Feloidea. Dank ihrer Firma Stjørdal besitzen sie ein derart gewaltiges Machtmonopol, dass sie nicht nur innerhalb der Katzengesellschaft gefürchtet sind. Selbst hochrangige Politiker ziehen es vor, sich seinem und Eriks Willen zu ergeben, aus Angst vor ihrem Einfluss und möglichen politischen Gegenschlägen. Dass vor allem Johann in ettlichen Unruhen und Umbrüchen der letzten Jahrzehnte seine Finger im Spiel hatte, gilt als offenes Geheimnis.

Er selbst ist der jüngste Spross in der direkten Erbfolge der Familie Weilsteiner und übernahm die Führung über Stjørdal, da sein Onkel Erik Bogdanow-Weilsteiner keine leiblichen lebenden Kinder mehr hat.

 

Irgendwann im Laufe der Firmengeschichte zerstritten sich die beiden allerdings, was eine Trennung der beiden Hauptstandorte zur Folge hatte. Was nach außen wie das Ergebnis eines familieninternen Streits wirkt, ist in Wahrheit das Resultat eines Putschs, welcher Johann tatsächlich gelang. Er war nicht zufrieden mit dem eher diplomatischen Weg, mit dem sein Onkel die Firma leitete; zusätzlich zu seinen noch gefährlicheren, eigenen Interessen.

Die Abspaltung der italienischen Niederlassung war Eriks letzter Ausweg, um zumindest einen kleinen Teil vor seinem wahnsinnigen Neffen zu retten. Seitdem agiert Stjørdal-Italy, welches Erik gehört, komplett ohne Johanns Kontrolle, was diesem überhaupt nicht passt. Denn wenn es nach Johann ging, würde der Kopf des Alten schon längst in seinem Büro an der Wand hängen!

 

Zu seinem eigenen Ärger ist er sich der Tatsache allerdings durchaus bewusst, dass er gegen seinen Onkel kaum eine reale Chance hätte. Denn, im Gegensatz zu diesem, leidet Johann an einigen unvorteilhaften Erbschäden, welche in ihrer Familie seit vielen Generationen wüten; auch wenn er diese vor der Öffentlichkeit versteckt hält. Sein Vater (Eriks jüngerer Bruder) Sigur ist von Geburt an schwerer Asthmatiker, während seine Mutter schon seit vielen Jahren mit immer wiederkehrenden Tumoren zu kämpfen hat. 
Abgesehen von seinen körperlichen Problemen, besitzt Johann stark ausgeprägte psychopathische Tendenzen. Er geht wortwörtlich über Leichen, kennt keine Gnade und scheut nicht einmal davor zurück, diejenigen zu töten, die ihm eigentlich am nächsten stehen. Für ihn sind andere Feloidea in erster Linie ein Mittel zum Zweck, auf seinem Weg zur grenzenlosen Macht.

 

Johann ist besessen von Christine. Nachdem er zunächst ein freundschaftliches Verhältnis zu dieser und ihrem Ehemann Tahir aufbaute, wandelte sich seine charmante Art nach der Firmentrennung zur Obsession. Denn er hatte die Hoffnung, dass ihre Virus-DNA stark genug wäre, damit sie für ihn gesunde Welpen austragen könnte. 
Christine weigerte sich, schon alleine aus Liebe zu ihrem Ehemann. Als sie von diesem allerdings keine Hilfe bekam, suchte sie Satoshi auf, welcher mit Johann daraufhin einen folgenschweren Deal einging.

 

Um seine genetischen Probleme in den Griff zu bekommen, erarbeitete er mit seinem Forschungsleiter Albert Wegener (ein entfernter Cousin) eine nahezu wahnsinnigen Plan. Mit dem gestohlenen Skelett von Etrusk, welches er dank Satoshi aus Eriks privater Sammlung entwendete, versuchen sie an die unbeschädigte DNA des Ur-Virus 'Feloidea viralis etruski C1' zu gelangen, von dem alle modernen Feloidea abstammen.

Durch gezielte Rückzüchtung in den Körpern von geeigneten Testsubjekten, gelingt es ihnen Stück für Stück, aus dem ohnehin monströsen Johann, eine Kreatur zu machen, die vielleicht sogar dazu in der Lage ist, den wahren Kaiser der Katzen zu stürzen.

Herkunft: Deutschland (norwegische Wurzeln)

Alter: 53 (*1959)

Beruf: Geschäftsführer von Stjørdal-Germany

Feloidea: Ja

 

Besondere Merkmale:

  • Ist extrem stark
  • Wird als berechnender Psychopath beschrieben, gibt sich die meiste Zeit jedoch sehr charmant
  • Gilt als 'Teufel unter Monstern'


Johanns Ende (Achtung, Spoiler)

Johanns Wahnsinn wird im Verlauf von Feloidea 1 immer offensichtlicher. Christines Rückkehr nach Deutschland tritt eine Reihe von Ereignissen los, welche letzten Endes darin gipfeln, dass mehrere Jungkatzen in Johanns Fängen landen. Er will an ihnen seine Experimente durchführen lassen, da vor allem zwei Kater ein erstaunliches Potential besitzen, was die Stabilität ihrer DNA angeht.

 

Christine, welche sich eigentlich zunächst aus allem heraushalten wollte, mit der Zeit aber doch eine emotionale Beziehung zu den jungen Feloidea aufbaut, beschließt dass sie endlich handeln muss. Gemeinsam mit einigen alten Freunden (ehemaligen Mitarbeitern von Stjørdal) und der Beihilfe von einem mysteriösen Mann namens "Ghost", gelingt es ihnen die unterirdische Forschungseinrichtung zu stürmen.

Johann, welcher nicht unbedingt erfreut über ihr Einmischen ist, will sich ihrer entledigen. 

 

In den Monaten zuvor waren die Experimente, mit welchen er seinen Chefwissenschaftler Albert Wegener beauftragt hatte, in die entscheidende Phase gelangt. Somit wurde ihm, über einen längeren Zeitraum hinweg, immer wieder das Virus gespritzt, welches man in anderen Katzen gezielt gezüchtet hatte. Ziel war es seinen Körper zu verändern, die Erbschäden zu beseitigen und ihn zu etwas zu machen, was selbst Erik überlegen ist. Denn, so mächtig Johann auch ist, aber an seinen Onkel kommt er nicht ran; das ist ihm sehr wohl bewusst.

 

Dieses Transmutationsexperiment, Feloidea etruski C3, gelingt tatsächlich, allerdings mit schrecklichen Konsequenzen. Johann ist riesig und so monströs, dass sogar sein Verstand in eine extrem primitive Form zurück fällt. Um die genetischen Fehler auszubessern, wurde auf den Urtyp des etruskischen Virus zurück gegriffen, was ihn nun zu einem wilden Ungeheuer mit unnatürlich starken Selbstheilungskräften macht. 

Selbst als Christine ihm mit einem Gewehr in den Kopf schießt und dabei sichtbare Schäden an Johanns Gehirn anrichtet, lebt und kämpft er weiter. Sie ist ihm auch als Feloidea nicht gewachsen und es bedarf am Ende dem direkten Eingreifen von Ghost und Albert Wegener, die es schaffen Johann eine hohe Dosis Etorphin zu verpassen, um diesen endlich zu töten.

 

Dass sich Albert Wegener dabei gegen seinen Cousin stellt, obwohl er es gewesen war, welcher ihn erst zu diesem Monster gemacht hat, war kein Zufall. Albert wusste, dass Johann ihm ein Messer in den Rücken rammen würde, sollte sich ihm die Gelegenheit dazu bieten und er ihm nicht mehr nützlich sein. Als dann auch noch Alberts Tochter fast von Johann umgebracht wird, ist das dann sogar für den eigentlich eiskalten und berechnenden Albert zu viel. 

 

Johann wird von Christine getötet, ist aber trotzdem das Opfer seines eigenen Wahnsinns und seiner Selbstüberschätzung. Im Versuch den Kaiser der Katzen zu stürzen und seinen Platz einzunehmen, hat er nicht erkannt, dass sein engster Vertrauter schon lange die Seiten gewechselt hatte.

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